Was sind Kreativitätstechniken?
Für unsere Ideenteam-Interessierten organisierten wir am Donnerstag, 08. Juli im Seminarraum des Wirtschaftspark Liezen ein zweistündiges Einführungsseminar zum Thema Kreativitätstechniken.
Diese Techniken dienen dazu, auf systematische Weise Ideen zu generieren und mit passenden Kriterien zu evaluieren, um die wirtschaftlichen Erfolgschancen zu erhöhen.

Neben einer allgemeinen Einführung zu Themen wie wertschöpfende Kreativität, Innovationsmanagement und Teamarbeit wurde die Methode "Imaginäres Brainstorming" gemeinsam ausprobiert.
![]()
Brainstorming ist mehr als eine reine Diskussion. In einer Gruppe von 6 bis 8 Personen widmet man sich für einen zeitlich begrenzten Raum – empfohlen werden 20 Minuten – einer bestimmten Fragestellung. Es gibt vier Grundregeln (siehe » Projekt 02), der Vorgang wird moderiert, die Ideen mitgeschrieben.
Beim "Imaginären Brainstorming" werden höhere Anforderungen an die Hirnmuskeln gestellt. Es gilt, sich nicht nur über die eigentliche Fragestellung, sondern über eine gute Analogie einig zu werden. Dazu muss man die eigentliche Fragestellung gut abklären und die zu Grunde liegenden Funktionen erkennen können.
Ein klassisches Beispiel hierfür wäre die Fragestellung:
"Wie bekomme ich Messebesucher zu meinem Stand?"
Eine mögliche Analogie dazu wäre:
"Wie bekomme ich Kühe in den Stall?"
Man versucht, die Frage auf einem völlig anderen, vom eigentlichen Problem losgelösten Level zu bearbeiten. Das hat mehrere Vorteile:
- Es macht Spaß – das fördert kreatives Problemlösen enorm.
- Man bewertet weniger vorschnell, weil man vom eigentlichen Problem weg ist.
- Es können auch Menschen konstruktiv mitarbeiten, die fachlich mit der eigentlichen Fragestellung nicht so gut vertraut sind.
Die gewonnenen Ideen werden in Folge wieder rück-transformiert, also auf die eigentliche Fragestellung umgelegt. Für diesen Vorgang braucht es wieder Fachkenntnis.
Beim genannten Beispiel:
Um zu wissen, was bei einer bestimmten Fachmesse das richtige "Futter" für die "Kuh" ist, muss man die Fachmesse und ihre Inhalte kennen.
Einen Effekt sollte man nicht unterschätzen – man erkennt oft auch "Lücken" in der eigentlichen Fragestellung. Das sind meist Potentiale für Optimierungen, Wettbewerbsvorteile bzw. Innovationen.
![]()
Was so spielerisch klingt, ist anstrengende, kognitive Denk-Arbeit.

Beispiel Reizbildanalyse - welche Impulse löst dieses Bild aus?
In einem völlig anderen Kontext als dem Weidwerk?
Die Ergebnisse sind oftmals überraschend und liefern gute, wirtschaftlich wertvolle Impulse. Es geht um eine sinnvolle Kombination von Freiraum und Struktur – Freiraum für Ungewöhnliches, Struktur für Realisierbares.
Wie bei allen Techniken bzw. Fähigkeiten gilt: Training erleichtert die Anwendung.
![]()
Danke an alle Teilnehmenden für diesen angenehmen Workshop-Abend!



